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Teilhabe ist ein Recht und keine Geste

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Stellungnahme VIBRA e.V. zur Meldung: "Gehbehinderte klagen über neue Bordsteinabsenkungen! im Ratinger Wochenblatt am 05.01.2017

Es ist mal wieder erstaunlich, wie das Thema Barrierefreiheit in der Stadt Ratingen durch den Roten Punkt diskutiert wird: Schmale Buchten helfen Blinden, führen jedoch zu Staus beim Überqueren? Diese Behauptung trifft wohl eher auf PKW-Fahrer an der Autobahnauffahrt A3 Hombergerstr. zu, als auf Rollatorenfahrerinnen am Gehüberweg, Düsseldorferstr.!

Für eine ausgewogene Berichterstattung wäre es für die betroffene Rollatorenfahrerin Frau Gisela Hakus und die Leser*innen sicherlich hilfreich gewesen zu wissen, dass sich viele Selbsthilfegruppen intensiv mit Barrierefreiheit in der Stadt Ratingen auseinandersetzen, einige davon in der Aktionsgemeinschaft für Behinderte. Daneben wird durch die Stadt Ratingen die Stelle einer Koordination für Behindertenangelegenheiten unterhalten, die zum Thema Teilhabe beraten soll. Bei Bauvorhaben der Stadt Ratingen im öffentlichen Bereich, sowie bei Planungen im Straßenverkehr werden diese regelmäßig beteiligt, z.B.: beim neuen Rathaus oder Düsseldorfer Platz, bei Änderungen von Bushaltestellen, usw.. In den Ausschüssen des Rates können Mitglieder und beteiligte Architekten durch schriftliche Stellungnahmen der Genannten unterrichtet werden, z.B. zum Neubau des Mehrgenerationentreffs in Tiefenbroich, u.a.  

Was die detaillierten Ausführungen des Herrn Dirk Winkelmann vom Tiefbauamt der Stadt Ratingen vielmehr zeigen, sind die Schwierigkeiten, die vorhandenen gesellschaftlichen Barrieren so zu entfernen, dass allen Menschen echte Teilhabe möglich wird. Die baulichen Barrieren im öffentlichen Raum scheinen da noch die Geringsten zu sein. Wie ist eigentlich die Barrierefreiheit auf der Homepage der Stadt Ratingen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen? Oder wie funktioniert die neue Ratingen-App für Blinde- und Sehbehinderte Menschen? Wer kann sich wo wirklich barrierefrei bewegen und teilhaben, z.b. in Schule, Arbeit, Wohnen? Trotz des Rechts auf Teilhabe behinderter Menschen (UN-Behindertenrechts-Konvention) verschieben die Verantwortlichen der Stadt Ratingen beharrlich, einen übergreifenden Masterplan für gleichberechtigte Teilhabe aller Ratinger*innen auf den Weg zu bringen. Das ist Ratingen - APPsolut!

verantwortlich: Barbara Emser

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