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"Alles inklusiv hier und „in Häppchen…"

Presseinformation

Was TEV e.V., Türkischer Elternverein und VIBRA e.V., Verein zur Förderung der Inklusion, mit Aktionsgemeinschaft für Behinderte e.V., dem BSG Bewegung Sport Gesundheit e.V., dem Freundeskreis für Rollstuhlfahrer, der Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen e.V., der SHG Schlaganfall e.V., der Schlafapnoe e.V. Velbert, der SHG Muskelkranke, dem TV Turnverein Ratingen 1856 e.V. und der VdK-Ortgruppe verbindet, präsentieren die Veranstalter und Kooperationspartner am Freitag, dem 05.05.2017 von 15 -20 Uhr auf den Ratinger Marktplatz. Zum 05.05. - Europäischer Protesttag - geht es um Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Gemeinsam wollen die Vereine für ein inklusives Ratingen, aber auch für einen inklusiven Kreis Mettmann werben und ihre Arbeit präsentieren. VertreterInnen der beteiligten Vereine stehen an Infoständen Interessierten für Gespräche bereit. Auf der Bühne wird getanzt, gesungen und getrommelt, Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderungen gestalten das bunte musikalisch-tänzerische Programm. Aktionszelte werden zum Malen und Werkeln geöffnet. Ein Parcour steht Interessierten für die Fahrt in einem Rollstuhl bereit, es können Barrieren überwunden oder auf der Bosselbahn gebosselt werden. Im mobilen Küchenwagen kochen Menschen mit Fluchterfahrungen Gerichte aus verschiedenen Ländern - Interessierte können mitschnibbeln oder auf dem Dach der Küche das bunte Treiben verfolgen. Bei allen Angeboten geht es darum, „Inklusion“ in kulturellen, kulinarischen, künstlerischen und informativen Häppchen gemeinsam mit Menschen mit und ohne Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Ratingen zu erleben. Durch das Programm führt Nadine Pungs, vielen durch ihre Arbeit als Tragödchendirektorin des Buchcafes Peter und Paula bekannt. Die Ratinger Lokalmatadore „Friday and the Fool“ lassen den Tag mit ihren Crossover-Pop ausklingen.

Zugesagt hat Bürgermeister Klaus Konrad Pesch den Tag zu begleiten, da die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und somit die Teilhabe aller am Leben in der Gesellschaft in Ratingen und Kreis Mettmann ein großes Thema ist. Die Veranstalter und Kooperationspartner wollen erreichen, dass Menschen trotz und mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Ratingen ein gleichgestelltes Leben führen. Das umfasst alle wichtigen kommunalen Bereiche, also nicht nur Bildung, Betreuung und Beruf, sondern auch Freizeit, Kultur und Sport, oder auch Wohnen, Bauen und Planen. Vielfach stellt schon die Gehweggestaltung für die unterschiedlichen NutzerInnen ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Für Ratingen könnte ein kommunaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein erster Schritt in Richtung Inklusion sein. Da solche Ziele aber bekanntermaßen nicht von heute auf morgen möglich sind, sollen die kleinen inklusiven Häppchen der Veranstalter dazu beitragen, alle mit langanhaltender Energie und Spaß zu versorgen!

Mitglieder der Vorbereitungsgruppe

Foto: privat

(von links nach rechts 1. Reihe: Lore Loock (Bürgerfunk extraRadi0 Velbert/Langenberg), Dieter Puls, (Freundeskreis der Rollstuhlfahrer und SHG für Muskelkranke); Brigitte Brand (SHG Schlaganfall e.V.), Manfred Steinhaus (Schlafapnoe e.V.), Ulrike Seiffert (SHG Schlaganfall e.V.), 2. Reihe von links nach recht: Ingeborg Rodenbeck (Freundeskreis für Rollstuhlfahrer), Brigitte Puls, Hanne Willms (Übungsleiterin beim TV Ratingen), , Karin Keune/Barbara Emser (VIBRA e.V.), hintere Reihe von links nach rechts: Stefan Corneße (Behindertenkoordinator Sozialamt Ratingen), Werner Kleinrahm (Aktionsgemeinschaft; Pro Mobil e.V. Velbert), Dirk Lößnitz (SHG Schlaganfall e.V.), Ayhan Namli (TEV e.V)

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Ausstellung NEUE WOHNIDEEN FÜR DIE ALTE FEUERWACHE

Die Ausstellung ist am Donnerstag, 06.04.2017 in der Hauptfiliale der Sparkasse HRV, Düsseldorfer Str. 28 in Ratingen-Mitte, im Beisein von rund 50 geladenen Gästen der Ratinger Selbsthilfe von und für Menschen mit Behinderung, Vertreterinnen der Wohlfahrtspflege und Einrichtungen, sowie Wohnprojektinteressierten eröffnet worden.

Das Interesse an neuen Wohnideen und den insgesamt 5 verschiedenen städtebaulichen Entwürfen und Modellen für das Gelände der Alten Feuerwache in Ratingen-Mitte war sehr groß, zumal die Studierenden, ihre Pläne persönlich erläuterten. Diese wurden im Wintersemester 2016-17 an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Architektur, Fach Bauen und Entwerfen unter der Anleitung von Herrn Dipl. Ing. und Architekt Miro Perossa entwickelt.

 

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Anmeldeverfahren Förderkinder an der weiterführenden Schule - alles bestens gelaufen?

VIBRA e.V. (Verein zur Förderung der Inklusion) lädt ein am Dienstag, 21.03.2017 von 19.30 -21 Uhr, Im Laden, Wallpassage, Wallstr.30, 40878 Ratingen, mit Eltern und anderen Interessierten das Thema: „Anmeldung eines Kindes mit sonderpädagogischen Förderbedarf an der weiterführenden Schule“, zu beraten und zu diskutieren. Denn häufig stehen Eltern vor Unsicherheiten: Wo kann das Kind angemeldet werden? Wie werden Kinder mit Förderbedarf an der weiterführenden Schule unterrichtet? Ist die jeweilige Schule mit ausreichenden Lehrern, Sonderpädagogen und Helfern ausgestattet? Oder doch zur Sonderschule?

 

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Zerstörte Bildungsbiographie - Ehemaliger Sonderschüler verklagt Land NRW

Heute beginnt vor dem Landgericht Köln der Schadenersatz-Prozess von Nenad M. gegen das Land NRW.  Der junge Mann, der heute auf dem Weg zum Realschulabschluss ist, hat mehr als 10 Jahre lang bis kurz vor seinem 18. Geburtstag die Sonderschule „Geistige Entwicklung“ besucht – gegen seinen Willen.

Obwohl Nenad schon früh begann, seine Lehrer um einen Wechsel auf eine andere Schule zu bitten, bescheinigte auch die Kölner Sonderschule jedes Jahr wieder, Nenad habe eine geistige Behinderung und müsse auf der Sonderschule bleiben. Dabei hatten sie selbst erkannt, dass bei Nenad M. keine geistige Behinderung vorliegt. Die Beschulung auf der Sonderschule „geistige Entwicklung" wurde in den Förderplänen mit fehlender Disziplin und sozialen Schwierigkeiten begründet.

Damit haben die zuständigen Sonderpädagogen, die Sonderschule und letztlich auch die Schulaufsicht fortgesetzt gegen nordrhein-westfälisches Schulrecht verstoßen. Dieses sieht mit gutem Grund ein aufwändiges Gutachterverfahren vor, wenn Schüler mit reduziertem Lernstoff unterrichtet werden sollen, oder sogar von den allgemeinen Schulen auf Sonderschulen verwiesen werden. Denn diese Entscheidungen haben dauerhaft weitreichende negative Folgen für den Bildungsabschluss der jungen Menschen und damit für die Chancen im Berufsleben.

Die nordrhein-westfälischen Elternvereine für Gemeinsames Lernen hoffen nun auf das Landgericht Köln. Aus der Schulakte von Nenad M. ist eindeutig zu ersehen, dass er aus sachfremden Gründen auf der Sonderschule festgehalten wurde. Nenad M. ist zu wünschen, dass das Gericht bestätigt, dass ihm Unrecht geschehen ist und er deshalb Anspruch auf Schadenersatz wegen vorenthaltener Bildung hat.

 

 

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Neuer Inklusionsmanager des TV Ratingen am kommenden Dienstag bei VIBRA e.V. zu Besuch

Zum nächsten offenen Beratungstreff des Vereins VIBRA e.V., Verein zur Förderung der Inklusion, Dienstag, 07.03.2017 ab 10 Uhr, „im Laden“, Wallpassage, Wallstr. 30, 40878 Ratingen freuen sich die Veranstalter, den neuen Inklusions-Manager des TV Ratingen (Turnverein), Herrn Tobias Pollap, begrüßen zu dürfen. Herr Pollap ist seit zwei Wochen im Amt und soll im TV Ratingen das Thema Inklusion verankern. Bisher war es so, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen die Sportangebote und Kurse des TV zwar generell offenstanden, die meisten Angebote sich aber überwiegend an Menschen ohne Einschränkungen richten. Das soll sich jetzt ändern. Menschen mit Behinderungen sollen künftig zwischen verschiedenen Sportangeboten wählen können. Zudem sollen sich Menschen mit Behinderungen auch aktiv an der Angebotsentwicklung beteiligen. Was im Einzelnen dazu geplant ist und wie sich auch Selbsthilfe-Vereine einbringen können, wird Herr Pollap zum Termin erläutern. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, die sich über die Arbeit des Inklusions- Managers informieren oder auch Vorschläge einbringen möchten. 

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