Nachrichten

Anmeldeverfahren Förderkinder an der weiterführenden Schule - alles bestens gelaufen?

VIBRA e.V. (Verein zur Förderung der Inklusion) lädt ein am Dienstag, 21.03.2017 von 19.30 -21 Uhr, Im Laden, Wallpassage, Wallstr.30, 40878 Ratingen, mit Eltern und anderen Interessierten das Thema: „Anmeldung eines Kindes mit sonderpädagogischen Förderbedarf an der weiterführenden Schule“, zu beraten und zu diskutieren. Denn häufig stehen Eltern vor Unsicherheiten: Wo kann das Kind angemeldet werden? Wie werden Kinder mit Förderbedarf an der weiterführenden Schule unterrichtet? Ist die jeweilige Schule mit ausreichenden Lehrern, Sonderpädagogen und Helfern ausgestattet? Oder doch zur Sonderschule?

 

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Zerstörte Bildungsbiographie - Ehemaliger Sonderschüler verklagt Land NRW

Heute beginnt vor dem Landgericht Köln der Schadenersatz-Prozess von Nenad M. gegen das Land NRW.  Der junge Mann, der heute auf dem Weg zum Realschulabschluss ist, hat mehr als 10 Jahre lang bis kurz vor seinem 18. Geburtstag die Sonderschule „Geistige Entwicklung“ besucht – gegen seinen Willen.

Obwohl Nenad schon früh begann, seine Lehrer um einen Wechsel auf eine andere Schule zu bitten, bescheinigte auch die Kölner Sonderschule jedes Jahr wieder, Nenad habe eine geistige Behinderung und müsse auf der Sonderschule bleiben. Dabei hatten sie selbst erkannt, dass bei Nenad M. keine geistige Behinderung vorliegt. Die Beschulung auf der Sonderschule „geistige Entwicklung" wurde in den Förderplänen mit fehlender Disziplin und sozialen Schwierigkeiten begründet.

Damit haben die zuständigen Sonderpädagogen, die Sonderschule und letztlich auch die Schulaufsicht fortgesetzt gegen nordrhein-westfälisches Schulrecht verstoßen. Dieses sieht mit gutem Grund ein aufwändiges Gutachterverfahren vor, wenn Schüler mit reduziertem Lernstoff unterrichtet werden sollen, oder sogar von den allgemeinen Schulen auf Sonderschulen verwiesen werden. Denn diese Entscheidungen haben dauerhaft weitreichende negative Folgen für den Bildungsabschluss der jungen Menschen und damit für die Chancen im Berufsleben.

Die nordrhein-westfälischen Elternvereine für Gemeinsames Lernen hoffen nun auf das Landgericht Köln. Aus der Schulakte von Nenad M. ist eindeutig zu ersehen, dass er aus sachfremden Gründen auf der Sonderschule festgehalten wurde. Nenad M. ist zu wünschen, dass das Gericht bestätigt, dass ihm Unrecht geschehen ist und er deshalb Anspruch auf Schadenersatz wegen vorenthaltener Bildung hat.

 

 

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Neuer Inklusionsmanager des TV Ratingen am kommenden Dienstag bei VIBRA e.V. zu Besuch

Zum nächsten offenen Beratungstreff des Vereins VIBRA e.V., Verein zur Förderung der Inklusion, Dienstag, 07.03.2017 ab 10 Uhr, „im Laden“, Wallpassage, Wallstr. 30, 40878 Ratingen freuen sich die Veranstalter, den neuen Inklusions-Manager des TV Ratingen (Turnverein), Herrn Tobias Pollap, begrüßen zu dürfen. Herr Pollap ist seit zwei Wochen im Amt und soll im TV Ratingen das Thema Inklusion verankern. Bisher war es so, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen die Sportangebote und Kurse des TV zwar generell offenstanden, die meisten Angebote sich aber überwiegend an Menschen ohne Einschränkungen richten. Das soll sich jetzt ändern. Menschen mit Behinderungen sollen künftig zwischen verschiedenen Sportangeboten wählen können. Zudem sollen sich Menschen mit Behinderungen auch aktiv an der Angebotsentwicklung beteiligen. Was im Einzelnen dazu geplant ist und wie sich auch Selbsthilfe-Vereine einbringen können, wird Herr Pollap zum Termin erläutern. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, die sich über die Arbeit des Inklusions- Managers informieren oder auch Vorschläge einbringen möchten. 

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Mitmachen beim Aktionstag 05.05.2017

Mitmachen beim Aktionstag 05.05.2017 Ratinger Vereine von und für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen – Vorbereitungen laufen an…

Der Aktionstag 05.05. ist europaweit anerkannter Tag zur Forderung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Wer sich an dem Tag in Ratingen beteiligen, einen Selbsthilfe-Verein präsentieren, eine künstlerische Darbietung zeigen möchte, ist herzlich eingeladen zum nächsten Vorbereitungstreff zu kommen – am Rollstuhl-Parcour fehlen z.B. noch ein paar Aktive! Die Ratinger Selbsthilfen von und für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, Türkischer Elternverein (TEV e.V.), Verein zur Förderung Inklusion (VIBRA e.V.), Schlaganfall e.V., SHG Muskelkranke, Freundeskreis Rollstuhlfahrer, Schlafapnoe e.V., Aktionsgemeinschaft, u.a., laden weitere interessierte Vereine, Initiativen und Bürgerinnen und Bürger ein, mitzuwirken und sich zu vernetzen – nächster Termin: 20.02.2017 um 18 Uhr im Vereinshaus des TEV e.V., Mettmannerstr.5, 40878 Ratingen. Unter dem Motto: „Inklusion in Häppchen“ sollen am Aktionstag auf dem Marktplatz Kulturelles, Kulinarisches und Informatives angeboten und dabei gleichzeitig Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen/ Migrationshintergrund erlebt werden. Für die Bühne sind Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderungen angefragt, Aktionszelte für künstlerische und sportliche Aktivitäten, Mitmachküche für kulinarische Spezialitäten aus Syrien, Libanon und Eritrea und Infostände sollen die Vielfalt der Selbsthilfe von und für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen vor Ort zeigen. Weitere Informationen: Karin Keune (VIBRA e.V.), Tel: 0163-6386366 oder Sami Celik (TEV e.V.), Tel: 0173-2979099

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Eltern wehren sich gegen Wahlkampfhetze

Karikatur 
Offener Brief an Armin Laschet und Christian Lindner verurteilt Anti-Inklusions-Polemik
Auch LAG Selbsthilfe schließt sich an
 
Immer mehr Eltern in Nordrhein-Westfalen wehren sich gegen die Anti-Inklusions-Polemik. Mit den neu dazu gekommenen Vereinen Bielefelder Familien für Inklusion, der Initiative gemeinsam leben & lernen e.V. Neuss und der AEbK, Arbeitsgemeinschaft der Eltern blinder und sehbehinderter Kinder in Westfalen-Lippe e. V.  wenden sich inzwischen 21 Elternvereine in einem Offenen Brief an die Spitzenkandidaten von CDU und FDP für die Landtagswahl. Auch der geschäftsführende Vorstand der LAG Selbsthilfe NRW hat sich der Kritik angeschlossen.
 
Die Eltern werfen Armin Laschet und Christian Lindner vor, das Thema Inklusion für ihren Wahlkampf zu instrumentalisieren und sich dabei bedenkenlos einer hinterhältigen Polemik zu bedienen. Mit Bildern wie "Inklusion mit der Brechstange", "Förderschulen werden zerschlagen" und "an die Wand gefahren" werde letztlich Stimmung gegen Kinder und Jugendliche mit Behinderung gemacht:
 
Beispiele:
 

Die Eltern fordern Laschet und Lindner auf, statt zu hetzen, konstruktive Vorschläge für eine gelingende Umsetzung der Inklusion in den Schulen zu machen.

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